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Kreuzfahrer Klong Tour ab/ an Hafen Laem Chabang

Ausführliche Tourbeschreibung

Um 8 Uhr morgens (bzw. nach Ankunft des jeweiligen Kreuzfahrtschiffes) wartet neben ihrem klimatisierten Minibus auch bereits ihr privater Deutschsprachiger Guide vor dem Kreuzfahrt-Schiff in Laem Chabang. Von hier brechen wir auf, um nach einer etwa zweieinhalbstündigen Fahrt das Wat Arun in Bangkok zu erreichen.
Ihr privater, lizenzierter Deutsch sprechender Guide wird unterwegs bereits vieles zu Thailand, seiner Geschichte, Bewohnern sowie buddhistischen Kultur zu erzählen und wird Ihre ersten Fragen gern beantworten.

Wat Arun - der schönste Tempel in Bangkok

Zunächst besichtigen wir Wat Arun. Wir erklären Ihnen seine Geschichte und die architektonischen Elemente und wenn Ihnen die Stufen nicht zu steil sind, können Sie die 1., 2. oder sogar 3. Plattform erklimmen. Von hier lassen sich nicht nur schöne Fotos über den River und dem schräg gegenüber liegenden "Königspalast" schießen, sondern auch von Details der Porzellanelemente und der schönen um den Prang laufenden Karyatiden-Simse.

Nun gehts aber auf unser bequemes Klong-Boot und ab in die Klongs von Thonburi!

Historisches Handwerk

Der nächste interessante Event lässt nicht lange auf sich warten. Wir stoppen an einer kleinen Manufaktur, die bereits in der alten Hauptstadt Ayuddaya existierte und nach dessen Zerstörung mit König Taksin 1767 auch nach Thonburi gekommen, also in Thailand einzigartig ist. Hier werden von Handwerkern aus Kupfer und Zinn (Verhältnis 7:2) in totaler Handarbeit Gefäße, Tabletts und Teller in glühenden Kohlen gehämmert. Schöne Gefäße für den siamesischen Tisch und das Haus und auch Bettelschalen für die buddhistischen Mönche. Für acht große Gefäße werden vier Tage benötigt, wobei acht Handwerker verschiedener Gewerke involviert sind.
Hinweis: Die Manufaktur kann unter Umständen an Sonntagen und buddhistischen Feiertagen nicht besichtigt werden.

Authentischer Thai-Lunch direkt am Klong

Inzwischen ist es "Noon" und Ihr Magen meldet sich bestimmt. Wir stoppen nach vielen Eindrücken unterwegs nach etwa 50-minütiger Fahrt mit unserem Klong-Boot an einer kleinen Garküche direkt am Klong Bang Luang für den extra für Sie frisch zubereiteten leckeren Thai-Lunch – jedoch "nicht sooo spicy".

Zur Verdauung laufen wir nun ein wenig und erkunden dabei das nur wenige Schritte dahinter liegende Wat Kamphaeng. Die Fußböden und tw. Wände und Treppen bestehen aus weißen Marmor, die mächtigen Säulen aus massiven Teakstämmen. Ein sehenswerter Kontrast bietet der bereits vor  200 Jahren (in der Ayutthaya-Periode) errichtete erste Tempel. Im Garten stehen aus dieser Epoche auch noch einige,  inzwischen grün bewachsene Chedis. Schöne Fotomotive, ebenso wie die mehrere Jahrzehnte alten Schildkröten im Tempelteich oder die skurrilen "Kanonenkugelbäume".

Kann man nach so viel schönem die Höhepunkte noch steigern?

Ja! - wenn wir jetzt im Klong Bang Luang eine Künstlerkolonie besuchen, welche sich in den alten Stelzenhäusern niedergelassen und diese auch renoviert hat.
Wir werden aber nicht nur bei diesen hereinschauen und Arbeiten unterschiedlichster Kunstrichtungen bewundern, sondern können sogar etwas authentisches kaufen.

Absolutes Highlight hier ist aber das Stabmarionettentheater "Kumnai", dessen Vorstellung wir jetzt beiwohnen werden. Gegeben wird eine Story aus Siams National-Epos, dem "Ramayana". Darsteller sind der schlaue Affengott "Hanuman" und die schöne Prinzessin "Sita".

Dabei wird jeweils eine Puppe von drei Personen an Stäben geführt, weil die Puppen so groß und schwer und deshalb ihre Bewegungsabläufe auch sehr komplex sind. Das Theater entstand vor mehr als 100 Jahren im Siam und mit uns besuchen Sie eins von zweien, welches heute im Land überhaupt noch existiert.
Das Siamesische Theater hat übrigens seit Jahrhunderten einen ganz wichtigen Stellenwert in der Kultur des Landes. Schließlich waren die übers Land ziehenden Theatertruppen die einzige Unterhaltung und somit Abwechslung für die Siamesen. Sie erleben bei diesem Besuch somit ein Stück authentische siamesische Theaterkunst.

Beim Durchfahren der Klongs begegnen wir den unterschiedlichsten Haustypen. Vom Stelzenhäuser in unterschiedlicher Bauweise, Hütten oftmals bis über den Klong gebaut und pompöse Villen, welche beispielhaft die sehr großen Gesellschaftsunterschiede in Thailand deutlich machen.

Die kleine Sargmacherei am Klong ist natürlich auch beeindruckend. Schauen Sie der Besitzerin zu, wie sie geduldig ihre Särge mit goldenen Ornamenten  verziert.

Wir stoppen auch, um Fische* zu füttern und erklären, warum dies eine wichtige Tätigkeit für alle Thai ist. Sie werden überrascht sein, wie grosse Fische es in den Klongs gibt. Ab und an sonnt sich auch ein Waran** außerhalb des Klongs. Überall versuchen wir natürlich immer, so nah wie möglich heran zu fahren, damit sie schöne Bilder bekommen.
*Pangasius (Pangasianodon hypophthalmus, Syn.: Pangasius sutchi), Familie der Haiwelse oder Schlankwelse
** Bindenwaran (Varanus salvator), Familie der Warane (Varanidae)

Tempel 1.Klasse - touristenfrei

Unterwegs treffen wir zahlreich auf wunderschöne Tempel, welche nicht grundlos unmittelbar am Klong erbaut wurden und wovon man einige keinesfalls ungesehen rechts oder links "liegen lassen" darf.

Jetzt also wieder aussteigen und hinein ins Wat Ratcha Orasaram Ratcha Worawihan. Es ist ein Tempel im Rang "Königlicher Tempel Erster Klasse" (ebenso wie "Wat Phra Kaew" im Königspalast Bangkok), welcher jedoch bereits in der Ayutthaya-Periode erbaut wurde, in einem heute unter thailändischen Tempeln sehr selten zu findenden chinesisch beeinflussten Baustil. Inzwischen hervorragend renoviert, treffen wir hier auf einen riesigen liegenden goldenen Buddha, der dem im Wat Pho in nichts nachsteht. Im Gegensatz werden Sie hier aber garantiert nicht einer Langnase begegnen, allein einigen Stupsnasen und vielen Kindern der Tempelschule. Nach so viel Pracht und Schönheit wollen Sie zunächst verweilen. Das wissen wir aus unserer Erfahrung, denn jetzt erleben unsere Gäste zum ersten mal in Thailand bewusst Entschleunigung!

Eine wichtige Erfahrung für "Langnasen"

Überall am Ufer der Klongs begegnen wir vielfältigen Aktivitäten der hier lebenden Menschen. Frauen beim Wäschewaschen, was selbstverständlich noch von Hand erledigt wird. Oder älteren Männern, die auf ihrer Terrasse meditieren. Der Faktor Zeit ist für sie wohl vergessen.
Kinder genießen an anderer Stelle im Klong ein kühles Bad, toben und winken uns "Langnasen" freundlich zu.

Diese Menschen leben hier meist sehr glücklich, auch wenn ihnen oft nur wenig Materielles zum Leben zur Verfügung steht. Die Meisten unserer Gästen erkennen unterwegs bald schnell, das Geld allein eben nicht glücklich macht, sondern hauptsächlich Entschleunigung, hier auf der Grundlage ihrer buddhistischen Weltanschauung!
Das ist auch ein Erfahrung, die wir Ihnen bei unserer Khlong-Tour gern vermitteln möchten!

Überwiegend können sie bei unserer ruhigen Klong-Tour, da wir eben nicht rasen, direkt in die offenen Häuser hineinschauen und die Einheimischen in ihrem normalen Lebsumfeld sehen. Sie winken Ihnen lächelnd zu, wie gute Freunde. An Sie interessierenden Stellen ist auch immer ein kurzer Stopp möglich.

Unsere Klong-Tour endet im Bangkoker Stadtbezirk Dao Khanong, wo wir wieder nun wieder dem Chao Phraya-River begegnen. Unsere Tour endet hier und ihr freundlicher Kapitän und Guide verabschieden sich. Ihr Chauffeur wartet bereits, um Sie zu Ihrem Kreuzfahrtschiff im Hafen Laem Chabang zurück zu bringen.

Kreuzfahrer, deren Schiff erst am späten Abend, gegen Mitternacht oder an diesem Tag gar nicht ausläuft, haben nun die Möglichkeit, noch an einer Tourverlängerung  teilzunehmen.

 

Leistungen + Preis

Transasien&Südostasien, November 2015, Teil 9 Bangkok und Ende der Reise
Autor: Perlenfeechen

Transasien&Südostasien, November-Dezember 2016, Teil 12 - Von Zypern bis Bangkok     Autor: Perlenfeechen